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Grösste Anlage für das Zerkleinern von Banknoten

Begin: 01.02.2019
Grösste Anlage für das Zerkleinern von Banknoten

Die bisher grösste Anlage für das Zerkleinern von Banknoten hat eine Nationalbank in Zentralasien in Betrieb genommen. Dank eines kundenorientierten System-Engineerings konnte die Hunkeler Systeme AG die Ausschreibung des Grossauftrags für sich entscheiden.

Eine Nationalbank in Zentralasien hat in ein hoch automatisiertes Grosssystem für das Vernichten von Banknoten investiert. Es ist die grösste und leistungsfähigste Anlage ihrer Art, die die Hunkeler Systeme AG bislang an ein nationales Geldinstitut geliefert hat. Zwei identisch konfigurierte Verarbeitungslinien zerkleinern jede Stunde jeweils bis zu zwei Tonnen Banknotenmaterial Das Endprodukt sind kleinste Partikel. Mit einer Grösse von sechs mal sechs Millimetern entsprechen Sie der Sicherheitsstufe P5. Die Partikel werden zu kompakten Briketts verpresst und thermisch verbrannt. Das System-Engineering, das sich exakt an den Wünschen des Kunden orientiert hat, ist ein entscheidender Grund, warum sich die Nationalbank für die Hunkeler Systeme AG entschieden hat. Das Schweizer Unternehmen habe bewiesen, dass es die Komplexität einer Anlage dieser Dimensionen verstehe und beherrsche, heisst es bei der Führung der Nationalbank.

Die Grossanlage der Hunkeler Systeme AG habe die Forderungen nach einer sicheren Vernichtung der Banknoten und einem automatisch gesteuerten Prozess in jeder Hinsicht erfüllt. Die Nähe zur Vertriebs- und Service-Organisation der Hunkeler Systeme AG in Russland hat die Entscheidung zusätzlich gestützt. Abgefüllt in Säcken, werden die Banknoten per Lastkraftwagen angeliefert und die Säcke manuell auf Förderbänder entleert. Eine einzige Befüllungs-Charge wiegt 3,5 Tonnen. Der Zerkleinerungsvorgang geschieht auf zwei Stufen in einem Schredder und einem nachgeschalteten Granulator. Für das vollständige Zerkleinern einer Charge und das Verpressen der Partikel zu Briketts arbeitet eine Linie bis zu hundert Minuten. Das Gewicht eines einzelnen Brikett erreicht mehr als zwei Kilogramm. Pro Stunde verarbeitet jede Linie 1000 Briketts. Über Schienen werden die Briketts automatisch den Lastwagen im Aussenbereich zugeführt.

Der zweistufige Zerkleinerungsvorgang und das Verdichten der Partikel zu Briketts sind in einen automatisch gesteuerten Workflow integriert. Die Zerkleinerung der Banknoten ist in mehreren abgeschlossenen und gesicherten Sektoren untergebracht. Zugang haben nur autorisierte Personen, die sich mittels Zahlen-Code identifizieren. Eine Workflow-Management-Software überwacht die sichere Vernichtung der Wertpapiere. Zugeführte Mengen vergleicht die Software laufend mit dem austretenden, zerkleinerten Material. Sämtliche Prozessschritte sind in einem Job-Reporting festgehalten und können zurückverfolgt werden. In der Grossanlage ist der Ventilator am Ende der Prozesskette angeordnet. Über das erzeugte Vakuum werden die Banknotenpartikel an einen Abscheider geleitet und der Brikettierpresse zugeführt.

Durch das sogenannte Unterdruckprinzip bleibt der Papierstaub, der durch den Zerkleinerungsprozess entsteht, in den Rohrleitungen gefangen. In einem Filtersystem wird die staubhaltige Luft gereinigt. Den Auftrag zur Lieferung und Installation der zwei Zerkleinerungslinien erteilte der Kunde Ende April. Die Schredder, Granulatoren und Brikettierpressen ergaben zusammen ein Gewicht von 80 Tonnen. Zwölf Lastwagen transportierten das Material auf einer rund 6000 Kilometer langen Strecke von Wikon an den Produktioinsstandort in Zentralasien. Mit der Montage wurde am 30. Juli begonnen, seit dem 14. September steht das System in Betrieb.